Praktische Anleitung
Einen Termin beim ÖSHZ (CPAS) vorbereiten
Mit einer guten Vorbereitung müssen Sie nicht wegen eines fehlenden Dokuments zurückkommen. Hier erfahren Sie, was Sie sagen und mitbringen sollen. Sie erfahren auch, welche Rechte Sie haben.
Bevor Sie anfangen
- Ihren Identitätsnachweis oder Aufenthaltstitel, auch wenn er abgelaufen ist.
- Nachweise über Ihr Einkommen und andere finanzielle Mittel oder darüber, dass Sie keine haben: Kontoauszüge, Lohnabrechnungen oder nichts, wenn Sie keine Nachweise besitzen.
- Unterlagen zu Ihrer Wohnung, wenn Sie eine haben: Mietvertrag, Mietbelege und Energierechnungen.
- Eine Haushaltszusammensetzung, wenn Sie eine haben. Sie erhalten dieses Dokument bei der Gemeinde.
- Eine schriftliche Liste mit allem, was Sie beantragen möchten. So vergessen Sie nichts.
Die Schritte in der richtigen Reihenfolge
Das sollten Sie vorher wissenDie Arbeitsweise ist je nach ÖSHZ verschieden, zum Beispiel bei Terminen, Sprechstunden und Außenstellen. Rufen Sie an, bevor Sie hingehen. Dieser Leitfaden dient nur zur Orientierung. Er ist keine Rechtsberatung.
Sagen Sie zuerst, was Sie beantragen möchten
Ein Satz genügt: „Ich möchte einen Antrag auf Eingliederungseinkommen stellen“, „Ich möchte Sozialhilfe beantragen“ oder „Ich möchte dringende medizinische Hilfe beantragen.“ Das ÖSHZ muss JEDEN Antrag registrieren, auch wenn er unvollständig erscheint.
Verlangen Sie noch am selben Tag eine Empfangsbestätigung
Das ist Ihr Recht. Die Empfangsbestätigung ist das wichtigste Dokument Ihres Termins. Mit ihrem Datum beginnt die gesetzliche Frist von 30 Tagen für die Entscheidung. Ohne Empfangsbestätigung hat Ihr Antrag offiziell noch nicht begonnen. Gehen Sie nicht ohne sie weg.
Erklären Sie Ihre Situation einfach
Eine Sozialarbeiterin oder ein Sozialarbeiter führt eine Sozialuntersuchung durch. Das ist normal und kein Polizeiverhör. Sagen Sie die Wahrheit. Verschweigen Sie nichts, denn später entdeckte Informationen können zum Verlust Ihres Anspruchs führen. Sie dürfen eine Vertrauensperson mitbringen.
Notieren Sie, was noch fehlt und wie es weitergeht
Lassen Sie sich vor dem Gehen noch einmal sagen: Welche Dokumente fehlen? Wie sollen Sie diese einreichen? Wer betreut Ihre Akte? Wann kommt die Antwort? Die Entscheidung muss innerhalb von 30 Tagen getroffen und Ihnen danach schriftlich mitgeteilt werden.
Geben Sie nach einer Ablehnung nicht auf
Die Ablehnung muss schriftlich erfolgen und begründet sein. Sie haben 3 Monate Zeit, kostenlos beim Arbeitsgericht Klage einzureichen. Das Büro für juristischen Beistand kann Ihnen einen Pro-Deo-Anwalt vermitteln, wenn Ihr Einkommen niedrig ist.
Diese Anleitung gibt Orientierung, aber keine Rechtsberatung. Die Abläufe sind je nach Gemeinde verschieden. Rufen Sie an, bevor Sie hingehen. Bei unmittelbarer Gefahr rufen Sie 112 an.